Unterstützendes Hausmittel (nicht nur) für den Hund bei Durchfall

Durchfall. Ein Wort, das einfach schon vom Wortlaut her unangenehm ist und bereits beim Lesen laut riecht, finde ich.

Flitzekacke, Dünnpfiff oder Durchmarsch sind noch andere, ebenso unschöne Worte für dieses Ding, das für eigentlich alle (ob nun direkt oder indirekt betroffen) anstrengend, unangenehm und in einigen Fällen auch wirklich gefährlich sein oder werden kann.

Durchfall ist immer ernst zu nehmen – egal, ob bei Tieren oder bei Menschen.

Ärztliche Hilfe muss immer die erste Wahl sein! 

Durchfall bei Hunden ist immer kacke.

Auch bei normalen, sonst gesunden Tieren. Durchfall bei einem Hund, der im hinteren Teil gelähmt  ist und in der Wohnung auf dem Po durch die Gegend rutscht – einfach ohne Worte.

Der darum wissende Blick des Dackels: für mich nahezu unerträglich.

Wichtigstes Merkmal von Durchfall (völlig unabhängig davon, ob stress- oder krankheitsbedingt) ist erfahrungsgemäß der Zeitpunkt. Er tritt nämlich immer dann auf, wenn er für alle Beteiligten am ungünstigsten ist. Egal, ob man selbst oder ein zwei- oder vierbeiniges Familienmitglied betroffen ist.

Durchfall tritt immer dann auf, wenn man ihn gerade am wenigsten gebrauchen kann: Mitten in der Nacht, kurz vor wichtigen Terminen, unmittelbar vor lang geplanten Aktivitäten oder wenn der persönliche Bedarf an Katastrophen eigentlich eh schon gedeckt ist. Oder natürlich: kurz, bevor wichtiger Besuch erwartet wird.

In vielen Fällen ist Durchfall nur ein Symptom, keine eigene Krankheit (macht es aber im Endeffekt nicht besser).
Störend, geruchsintensiv und im schlimmsten Fall lebensbedrohend kann oder wird er aber immer sein.

Ich kann, will und werde keine natürlich medizinische Versorgung ersetzen – aber ich kann meinen Tipp weitergeben (nach dem Arztbesuch!).

Wenn die Ursache des Durchfalls durch medizinisches Fachpersonal geklärt wurde, kann zusätzlich zur medizinischen Behandlung (die immer in die Hände von Fachleuten – also Ärzten! – gehört – ich kann es nicht oft genug sagen…) zur Unterstützung der Heilung des Darms aktiv beigetragen werden.

Mein persönliches Highlight: die Moro´sche Möhrensuppe. 

Motte hat nach der Bandscheiben-OP lange Zeit Schmerzmittel bekommen. Diese Mittel haben ihr in dieser Zeit geholfen, greifen aber  u.A. die Magenschleimhaut an (und das tun Schmerzmittel oder z.B. Antibiotika oft, nicht nur bei Hunden). Motte hat in dieser Zeit die Magenschleimhaut regenerierende Mittel bekommen (vom Tierarzt verordnet). Zusätzlich bekam sie aber auch von mir ab und an die besagte Möhrensuppe. Ich kann also nicht wirklich sagen, was nun genau geholfen hat.

Mir persönlich hilft die Suppe auf jeden Fall – zumindest mental. Ich kann aktiv etwas tun – und kann meinem Hund mit dieser in Maßen und zeitlich begrenzt gegebenen Karottenpampe (wenn die Betreuung durch medizinisches Fachpersonal gegeben ist) auch nicht schaden. Ob die Wirkungsweise nun tatsächlich so überwältigend ist, kann ich als bekennender Chemie-Abstinenzler nicht beurteilen. Aber ich kann Euch diese Seite ans Herz legen – denn Ihr findet dort viele Informationen über die erste Hilfe beim Hund (auch über den gemeinen Durchfall hinaus – und nein, ich/wir bekommen nichts dafür!).

Motte liebt diese Möhrenpampe. Am liebsten, wenn sie mit vom Chef (mir!) selbstgekochter Hühnersuppe verfeinert wird. Übrigens versucht sie auch, durch gelegentliches Bellen unseren Herd zu heiztechnischen Höchstleistungen anzuspornen, damit es schneller geht. Bisher für sie leider ohne nennenswerten Erfolg. Was natürlich ich ausbaden muss – denn ich fühle mich durch die vorwurfsvollen Blicke des immer fast verhungernden Dackels sehr getroffen und angespornt.

Über meine Schwierigkeiten, meinen Hund nach der erfolgreichen, selbst gekochten Diät (die ja nur ein paar Tage dauern darf) wieder an normales Hundefutter zu gewöhnen (zum barfen fehlt mir die Zeit und die Kühltruhe), berichte ich dann ein anderes Mal.

Und über meine Not, dem herzerweichend, von offensichtlich bohrendem Hunger geplagten, leise und dennoch publikumswirksam weinenden Dackel zu erklären, dass das quasi ja fertige Futter nun aber erst noch abkühlen muss, ebenfalls…

Aktualisierung: Aufgrund der Hinweise einiger Leser habe ich den Titel dieses Blogposts jetzt geändert. Die Suppe ist ein Hausmittel (die Herstellung dauert für „erste Hilfe“ auch viel zu lange…). Der erste Weg sollte immer zum Tierarzt führen – selbst unterstützen kann man danach!

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