Hundeleben aus der Dackelperspektive – wenn der Dackel erzählt

Dackel im Rampenlicht

Lust auf mehr? Schaut doch mal, was die Dackelladys zu ihrem Leben mit dem Personal zu sagen haben:

Motte und Lucy.
Zwei Dackeldamen, die dackeltypisch genau wussten und wissen, wie das Dackelleben angenehm gestaltet werden kann und die das Leben mit ihrem Personal von Anfang an in die rechten Bahnen lenkten. Ihre Erfolgserlebnisse haben sie schriftlich festgehalten – in mittlerweile drei Büchern:

Bestellen könnt Ihr die Bücher durch “klick” auf das jeweilige Buch. Natürlich sind alle Bücher auch bei den bekannten Online-Diensten oder in Eurer Buchhandlung vor Ort bestellbar!

Natürlich gibts die Bücher auch beim Chef direkt; dann gerne auch mit einer persönlichen Widmung! Wenn Ihr das möchtet, schickt bitte eine Mail an wuff (at) krummebeine.de

“Komm, wir gehen raus!” Und was der Hund versteht:

Die tägliche große Runde ist (m)ein Highlight. Für den Dackel und auch für den angehängten Zweibeiner. Natürlich müssen die äußeren Bedingungen passen – dazu gibt es ja hier von Motte bereits ausführliche Handlungsempfehlungen für das Personal. Leider muss ich feststellen, dass sich mein Personal auch nach fast drei Jahren in diesem Punkt als relativ beratungsresistent herausgestellt hat.
Über die seltsamen Angewohnheiten meiner Menschen kann ich nach wie vor oft nur schmunzeln: “Komm, wir gehen raus!”. Welch verheißungsvolle Worte! Und was tut der Chef, unmittelbar nach Aussprache dieses tollen und erwarteten Satzes? Ich spoiler mal: nein, er zieht sich nicht Schuhe und Jacke an. Nein, er greift nicht sofort zu Halsband und Leine. Stattdessen zieht er sich in das Badezimmer der Wohnung zurück und sucht das stille Örtchen auf.

So wird das nie was mit der menschlichen Reviermarkierung…


Aber auf mich hört ja hier keiner. Amüsant finde ich, dass sich der Chef darüber lustig macht, dass ich auf diesen Spruch damit reagiere, dass ich mich mit aufforderndem und ermutigendem Dackelblick vor dem Klo postiere. Das alte Dilemma zwischen menschlichem BlaBla und der einfachen Erwartungshaltung der Zweibeiner. Dass ich bereits zwei Schritte weiter denke (wenn das hier erledigt ist, gehts endlich raus!) und dass das für einen Hund eine tolle Leistung ist, sieht und würdigt hier niemand. Aber das kenne ich ja.

Gut, der Chef hat also sein eigenes Geschäft erledigt, bevor wir draußen sind. Manchmal, und das muss ich neidlos zugeben, hat er damit echt Glück. Ich habe noch nie erlebt, dass es vor dem menschlichen Klo regnete. Nebenan, in der Dusche oder der Badewanne, sieht es da anders aus – aber da passt der zeitliche Zusammenhang nicht. Und markieren bringt in diesem Raum nichts außer Ärger mit den Zweibeinern, #füreuchgetestet.

Regeln sollten für alle gelten

Wenn ich also raus muss (und natürlich auch möchte!) und die äußeren Umstände nicht unbedingt zu meiner Stimmung beitragen, fällt mir gerne wieder ein, dass der Chef sich ja auch gerne innerhalb der warmen und trockenen Wohnung erleichtert. Und ich frage mich dann ernsthaft, warum das für mich Krummbein eigentlich nicht erlaubt ist. Wenn ich aber schon mal draußen bin, überkommt mich mein Bedürfnis nach Erleichterung immer – dackelunwürdiges Wetter hin oder her. ICH halte mich an die (menschen-bestellte) Regel: erleichtern nur draußen. Mein Wunsch nach der Aufenthaltsdauer draußen variiert aber deutlich, je nach den Wetterverhältnissen.

Geographie? Entfernungsmessung? Kein Problem für Dackel.

Der Chef behauptet gerne, ich hätte ein eingebautes Navi. Natürlich kenne ich unsere Standardwege. Auch bei dackelunwürdigen Wetterverhältnissen werde ich manchmal zu Wegen gezwungen, die ich selbst unter diesen Umständen niemals gehen würde. An jeder mir bekannten Abkürzungmöglichkeit frage ich daher natürlich nach, ob wir dieses Spektakel jetzt nicht beenden und den direkten (und kürzesten) Heimweg einschlagen können. Oft werde ich trotzdem weitergezwungen (Freilauf ohne Leine gibt es an solchen Tagen so gut wie nie, gemeinerweise. Sonst wäre ich mit Sicherheit der absolute und uneingeholte Sieger in dieser Disziplin).
Zum Glück bin ich ein geographisches Wunder (eine meiner geheimen Fähigkeiten). Ich lasse mich bis zu einem bestimmten Punkt ständig bitten, doch noch ein paar Schritte weiter zu gehen. Ab einem ganz bestimmten Punkt weiß ich aber genau, dass der Weg von hier aus nach Hause kürzer ist, als die bisher zurückgelegte Wegstrecke. Ab da bin ich natürlich vorne mit dabei und ziehe an der Leine meinen mitgeführten und offenbar ortsunkundigen Menschen in die einzig richtige Richtung.

Stichwort Leinenführigkeit und so

Ist übrigens auch nicht richtig, wenn ich nach den unbedachten Äußerungen des Chefs gehen würde. Egal. Hauptsache für mich: wir sind wieder schnell zu Hause, Ich habe mein Revier markiert, mich erleichtert, meinen in Menschenaugen so wichtigen Auslauf gehabt. Und kann endlich meinen nassen Unterbau zum Trocknen auf dem Sofa unter Kuscheldecke parken. (Ist dann übrigens auch wieder nicht personal-konform – interessiert mich aber in diesem Moment nicht wirklich. Wenn hier jemand Grund zum meckern hätte, bin das ja wohl ICH.) Oder?
Alternativ muss ich mich trocken- und warmspielen. Und erwarte selbstverständlich eine ausufernde Spielsession – hängt von meiner Stimmung ab. Zum Glück habe ich mein Personal im Griff und auf meine Wünsche wird eingegangen. Egal, ob trocknen oder wilde Spiele: der Dackel gewinnt. Und das ist die Hauptsache, oder?

*Werbung*: Tractive GPS-Tracker für Hunde

Dackel mit GPS-Tracker

**WERBUNG und PRODUKTPLATZIERUNG**

Seit kurzem klappt das “Ohne-Leine-Laufen” bei Lucy (endlich) ziemlich gut – worauf wir beide sehr stolz sind! Gut, bisher testen wir den Freilauf nur ohne direkte Ablenkung: keine anderen Hunde, Radfahrer, Menschen in Sichtweite. Langsam festigen, es hat ja lang genug gedauert. Ein bisschen Sorge läuft (nicht nur) bei einem freilaufenden Dackel aber immer mit: der Jagdtrieb ist definitiv da – und ich bin mir nicht sicher, was passiert, wenn ein nicht eingeplantes Reh oder ein lustig über das Feld sausender Feldhase alles Gelernte kurz mal in den Hintergrund drängt… Ich denke, Lucy würde ihrem Instinkt nachgeben und rennen und jagen – bis ihr irgendwann einfiele, dass sie da irgendwie irgendjemanden vergessen hat. Ob sie dann noch in meiner Sichtweite wäre…? Wer weiß. So passte es gut, dass wir gerade jetzt gefragt wurden, ob wir den Tractive GPS-Tracker für Hunde testen möchten.

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Dackelgeheimnisse

Dackelblick

Wir Dackel habe viele geheime Fähigkeiten! Natürlich kann ich nicht über alle hier öffentlich schreiben – es lesen schließlich auch Zweibeiner mit! Da der Chef in seinem menschentypischen Hochmut der Meinung ist, den Großteil davon bereits zu kennen, kann ich dann aber doch von einigen Dackelgeheimnissen hier erzählen.
Wir Krummbeine kennen das: Oft ist sich das Personal ziemlich sicher, dass der Dackel schuld sein muss. Woran auch immer. Dackelgültige Beweise gibt es zum Glück selten – und ein gekonnter Dackelblick stellt für uns sicher, dass das Zweibein zwar aus Gründen ganz sicher ist, dass der Schuldige derjenige mit dem Fell und der niedrigen Körperhöhe sein muss – aber der endgültige Nachweis kann halt nicht erbracht werden (oder rückt dann in den Hintergrund). Gut für uns.

Angeblich für Dackel unerreichbare Abstellorte für leckere Dinge

Manchmal, wenn der Chef fassungslos auf leere (manche würden sogar sagen: klinisch reinen) Keksschüsseln auf dem als dackel-unerreichbar eingestuften Esstisch blickt und seine Gedanken, für mich sichtbar wie eine Neonreklame, über seine Stirn laufen, habe ich fast ein bisschen Mitleid:
“Das kann nicht der Dackel gewesen sein. Die Schüssel steht auf dem Tisch. Alle Stühle sind ganz dicht herangeschoben. Der Tisch ist 75cm hoch. Selbst ein sprungewaltiger Hund wie Lucy kann das nicht schaffen. Ich war doch nur ganz kurz im Bad. Die Kinder sind nicht da. Die Kekse sind weg. Sämtliche Krümel auch. Dackel Lucy hat zwar ein paar Krümel im Bart, liegt aber jetzt völlig friedlich und geradezu spürbar unbeteiligt in ihrem Körbchen und schaut so lieb wie immer.”
An diesem Punkt springe ich dann meist auf und versuche, meinen Chef von seinem Gedankenkarussell abzulenken. Bringt ja nichts, er wird sich sonst ewig und erfolglos Gedanken machen – und ich kann nach meiner erfolgreichen, geheimen Mission ein bisschen Verdauungsbewegung gut gebrauchen. Wie ich es geschafft habe? Die Dackel unter euch wissen es und für den Rest wird es wohl für immer ein Mysterium bleiben. Sorry.

In solchen Situationen beginnt der Chef oft und gerne, von anderen Situationen zu sprechen, die ihn ähnlich ratlos zurück ließen:

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