Dackel on Tour: perfekter Hunde-Urlaub in der Steiermark

Aufmerksamer Dackel

Ihr wartet auf den zweiten Teil des Berlin-Berichts, ich weiß. Aber ich muss etwas dazwischen schieben… Ich war nämlich im Urlaub. Und der war so toll…
Der Chef (und ich als schwer mitarbeitender Bürodackel!) muss sich ja täglich mit vielen Zweibeinern abgeben. Also noch anderen außer den Nachwuchschefs und dem Großmeister (wer den Großmeister noch nicht kennt: das ist der Vater des Chefs, der seit einem Jahr bei uns wohnt und auf den ich immer ganz besonders aufpasse!).

Menschen sind grundsätzlich ja okay, sagt der Chef. Aber einmal im Jahr mag er auch davon Urlaub haben. Da der kleine Nachwuchschef noch ein paar Jahre die Schulbank drücken muss, kann der Chef nur dann wegfahren, wenn alle anderen auch fahren: und dann ist es überall voller Menschen… Nun hat er aber durch Zufall etwas gefunden, wo sich die Anzahl der Menschen in Grenzen hält… Und – was soll ich sagen: dort ist es sooo toll: in der Almhütte Meierei in der Steiermark.

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Dackel on Tour: Berlin, Teil I

Ich mag ja Rituale, Beständigkeit und Regelmäßigkeit. Morgens erst Rausgehen mit ausgiebigem Zeitung lesen und Pippimachen, dann gibts Futter für Dackel und dann ein kleines Schläfchen – und oft fahren wir dann auch in mein Büro. Herrlich. Mittags ist Zeit für die große Runde – und da ist es mir völlig egal, ob wir gerade erst kurz draußen waren (weil ich außerplanmäßig mal dringend musste). Manchmal macht der Chef zwar das Wetter kaputt und es ist nass oder unglaublich heiß. Das macht er aber immer nur, um mich zu ärgern: da bin ich mir sicher.

Aber manchmal wirft der Chef auch alles durcheinander… So wie neulich. Er rennt wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Wohnung, wirft Klamotten in einen Koffer, wirkt leicht genervt und ignoriert mich und meinen fragenden Blick völlig.

Reisevorbereitungen? Nicht ohne Dackel!

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Gruß ins Land vor dem Regenbogen

Liebe Motte, heute ist dein Geburtstag. Zehn Jahre wärst du heute geworden. Und eigentlich hätten wir diesen Geburtstag gemeinsam feiern sollen… Denn: zehn Jahre – das ist doch nun wirklich noch kein Alter für einen Dackel! Ich bin mir sicher, dass du, wo auch immer deine Seele nun ist, unsere Glückwünsche spürst und dich feiern lässt.

Es gibt diesen Spruch, dass die Zeit Wunden heilt. Aber das stimmt nicht ganz: die Zeit macht lediglich den Schmerz etwas erträglicher.

Dies ist nun schon der zweite Geburtstag, den du irgendwo anders verbringst, mein Herzenshund. Und trotzdem bist du immer noch hier bei uns. Du lebst in unseren Herzen und in unseren Erinnerungen! Das menschliche Herz hat zum Glück für Erinnerungen unendlich viel Platz. Wir sprechen immer noch so oft von dir und über dich – und ich ertappe mich häufig dabei, dass ich in scheinbar aussichtslosen Situationen an dich, deine Stärke und deinen Kampfgeist denke und mich immer noch gerne von dir inspirieren lasse. Auch, wenn du nun nicht mehr physisch bei uns bist: du hast deine einzigartigen Spuren hinterlassen. Bei mir, dem Chef, und auch bei deinem Rudel, den Nachwuchschefs.

Im vergangenen Jahr war ich manchmal so wütend auf dich.

Ich weiß, dass gehört irgendwie nicht in einen Geburtstagsgruß. Aber trotzdem. Ich war manchmal so sauer, dass du gegangen bist und uns einfach alleine zurück gelassen hast. Du warst doch der Kämpferdackel Motte – und unsere Motte gibt doch niemals auf! Und trotzdem hast du uns verlassen, obwohl wir doch alles versucht haben, um genau das zu verhindern. Irgendwie (und natürlich völlig irrational) haben wir gehofft: wer sich so ins Leben zurückkämpft, wie du es schon einmal getan hast, der geht halt nicht so früh, ist quasi unbesiegbar und schafft auch das. Naiv, ich weiß.

Und du wusstest ja schon immer, dass wir Zweibeiner furchtbar naiv sind. Und hast, vermutlich deshalb,, wo auch mmer du jetzt bist, sicherheitshalber immer noch die Fäden in der Pfote. Ich bin wahrlich kein gläubiger Mensch. Aber manchmal ist mein sonst so skeptischer und nüchterner Charakter zu gerne bereit, offensichtliche Zeichen so zu deuten, dass es meine Trauer erträglicher macht.

Ich bin fest davon überzeugt, dass es Schicksal war, dass du uns damals gefunden hast. Und dass du mir durch deinen souveränen Umgang mit deiner Lähmung, die zufällig in meinen eigenen, persönlich schwersten Zeiten passierte, den nötigen Tritt in meinen Hintern gabst, endlich wieder aufzustehen und es dir gleich zu tun: nicht aufgeben!

Und ich glaube auch, dass du nach wie vor die Pfoten im Spiel hattest und hast: Lucy ist ein Geschenk. Dein Geschenk an uns. Damit der Schmerz deines Verlusts erträglicher wird. Manchmal denke ich, dass ihr beide in Kontakt steht – denn manchmal erkenne ich dich in ihr, in Lucys Reaktionen. Auch wenn sie vorher eigentlich immer ganz anders reagiert hat.

Du bist nicht mehr hier bei uns. Und trotzdem immer da.

Wegen dir schreibe ich an einem Buch über das Land vor und hinter der Regenbogenbrücke. Und hoffe, dass ich so einen weiteren Schritt mache, hin zur Verarbeitung von Trauer und Verlust. Egal, ob menschlich oder tierisch.

Ich bin kein gläubiger Mensch im religösen Sinne – aber du hast einen festen Platz in meinem (in unseren!) Herzen. Und mir hilft die Vorstellung, dass du immer noch bei mir bist. Das Wichtigste von dir ist nicht weg, nur woanders.

Zu deinem Geburtstag wird Lucy heute ein extra Geburtstags-Eis schlecken dürfen. Und ich bin mir sicher: du weißt es und wirst es sicher auch genießen.

Alles Liebe zu deinem Geburtstag, meine Motte!