Dackel-Memoiren – ein Einblick in unser neues Buch:

Dackel vor Futternapf

Ostern steht vor der Tür. Ein Osterfest, wie es die meisten von uns noch nie erlebt haben. Der Chef hat mehr Zeit als sonst und unterstützt mich tatkräftig bei meinen Memoiren. Da ich demnächst dackelige zwei Jahre alt werde und schon unglaublich viel erlebt habe, wird es Zeit, meine Lebensweisheiten als Buch zu veröffentlichen, finde ich! Da der Chef mit meinem Tempo, wie gewohnt, nicht mithalten kann, hat er sich entschlossen, euch schon mal einen kleinen Vorgeschmack zu geben. Mein Rudel und ich, Dackelprinzessin Lucy, wünschen euch frohe Ostern, viel Spaß beim Lesen und vor allen Dingen: Gesundheit!

Für Euch: ein kleiner Auszug aus unserem kommenden Buch:

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Ich muss mal…: jedes Mal eine neue Herausforderung für uns Hunde!

Dackel / Hund schaut aufmerksam

Ein ernstes Thema: der richtige Platz! Nein, ich meine nicht den perfekten Platz für ein Nickerchen oder die mir bekannte Unfähigkeit des Chefs, die Decken in seinem Bett so zu platzieren, dass eine Dackelprinzessin auf Anhieb den perfekten Ruheplatz findet. Ich meine die anstrengende, sich täglich wiederholende Suche nach dem optimalen Platz für mein großes Geschäft. Selbstverständlich weiß ich, dass eine Erleichterung bringende Entleerung von Hundedarm und -blase in der Wohnung von meinen Zweibeinern nicht erwünscht ist. Ich versteh zwar den Grund nicht ganz – aber gut, ich habe die Diskussionen zu diesem Thema dann doch recht schnell aufgegeben. Konsequenz ist zwar definitiv kein Charaktermerkmal, das ich meinen zweibeinigen Rudelkollegen zuordnen würde, aber in diesem Punkt muss ich echt mal den Hut ziehen – da hatte selbst mein Dackeldickkopf keine Chance.

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Der Dackel: einzig, nicht artig? Oder doch einzigartig?

Der Chef sagt oft: ich sei einzig, aber nicht artig. Und dickköpfig. Was natürlich überhaupt ungeheure Behauptungen sind! Ich folge einfach anderen Regeln als er (nämlich meinen) – da bin ich aber dann auch sehr konsequent, ganz im Gegenteil zu ihm.

Optisch einzigartig bin ich aber auf jeden Fall: hat die Natur mir doch eine kleine Stehmähne mitgegeben.
Früher hat der Chef zu fragenden Mitzweibeinern oft mit einem Augenzwinkern gesagt, das sei ein Ridgeback-Zeichen. Nach diversen fassungslosen Blicken hat er das aber aufgegeben und bleibt nun lieber beim harmlosen Stehmähne-Begriff.

Die Stehmähne hatte ich schon als Baby

Auf jeden Fall ist das mein für alle sichtbares, unverkennbares, einzigartiges Merkmal. Und das, was der Chef stur nennt, ist nichts anderes als ein fester Willen und gelebte Dackel-Konsequenz.

Neulich hat ein beim Spaziergang getroffener Zweibeiner, der sich ungefragt als Züchter echter Rauhhaardackel outete, über meine Stehmähne gemeckert: das sei ein Fellfehler. Und mein Fell sei überhaupt insgesamt zu glatt, aber immerhin hätte ich einen leichten Bart. Und dass ich auf ein leises hier zum Chef gesprintet sei, ohne diese Bitte zu hinterfragen, sei ebenfalls rasseuntypisch.

Der Chef hat gelacht (und nicht verraten, dass mein Gehorsam nur den köstlichen Stückchen Harzer Käse in seiner Jackentasche geschuldet war und sonst nicht unbedingt selbstverständlich ist) und geantwortet: „Nach Züchterkriterien und Rassestandards ist Lucy vielleicht nicht in einer bestimmten Norm. Dafür ist sie aber mein perfekter Dackel.“ Und dann sind wir gemeinsam über die Wiese getobt und haben den älteren Herrn einfach stehen lassen!

Ich bin eben doch einzigartig. Für den Chef und mein menschliches Rudel auf jeden Fall.