Der Chef hat das Wetter kaputt gemacht…

Ich bin ja eigentlich überhaupt nicht anspruchsvoll, was das Wetter draußen angeht. Ein paar klitzekleine Voraussetzungen müssen halt erfüllt sein, damit dackel gut gelaunt, freudig erregt und energiegeladen die Ausflüge in die weite Welt genießen kann. Da verlange ich doch wirklich nicht viel, finde ich. Leider habe ich aber ganz oft Grund, unzufrieden zu sein. Heute zum Beispiel. Warum der Chef sich um dieses Thema nicht anständig kümmert, ist und bleibt mir ein Rätsel. Sonst besteht er doch immer darauf, alles in seine beiden Hände zu nehmen und seinen menschlichen Dickkopf durchzusetzen, statt einfach mal meinen vier Pfoten und meinem intelligenten Dackelhirn die Entscheidungsgewalt zu überlassen. Ich sehe ja so oft, was dabei rumkommt, wenn der Chef Entscheidungen alleine trifft: die Ergebnisse sind aus Dackelsicht sehr oft definitiv noch ausbaufähig. Er sieht das natürlich (immer!) völlig anders – das ist ein weiteres Symptom einer weit verbreiteten Zweibeinerkrankheit, da bin ich mir mittlerweile sicher. Ich nenne es:

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Happy Birthday, liebe Lucy!

Heute schreibt der Chef. Denn: sich selbst gratulieren ist ja irgendwie doof – und außerdem hat Lucy auch gar keine Zeit…

Heute vor einem Jahr geschah etwas, was unser Leben auf den Kopf stellen sollte – auch, wenn wir Zweibeiner damals die Bedeutung dieses schicksalsträchtigen Tags noch nicht erahnten. Nicht weit von uns entfernt erblickten kleine Krummbeine am 21.04.2018 das Licht der Welt – eins davon warst du: Lucy. Die kleinste und zierlichste im Wurf, aber von Anfang an mit einem immensen Lebenswillen. Auch, wenn du damals etwas mehr Aufmerksamkeit brauchtest als deine Geschwister: du lerntest schnell, den Sonderstatus für dich zu nutzen. Als Prinzessin des Rudels wickeltest du den zweibeinigen Chef dort mühelos um deine kleine Pfote und kuscheltest dich in die Herzen. Deinen Platz im Rudel fandst du schnell – denn auch wenn du klein und zart warst: du hast ein Löwenherz!

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Entschleunigen ist wichtig: für den Chef

Der Chef sagt, nun kommt eine Zeit, in der wir alle entschleunigen können, sollen und müssen. Aha. Vielleicht hat er deshalb in den letzten Wochen so ungewohnt viel Stress verbreitet? Damit er diese geheimnisvolle Zeit nun besser würdigen kann? Ich bin gespannt, lasse mich von der in der Luft liegenden Aufregung anstecken und bereit für diese kommenden, offenbar überaus spannenden Tage.

Angeblich bin ich ja nicht ganz unschuldig daran, dass der Chef zuletzt plötzlich noch einmal furchtbar hektisch wurde. Ob es etwas mit dem Paket zu tun hat, das eines Tages mitten im Flur stand und das ich ausgiebig untersucht habe, als ich wieder mal „nur ganz kurz“ alleine zurück gelassen wurde…? Woher sollte ich wissen, ob der Chef auch dieses Mal zu mir zurückkommen würde? Ich sah ihn durch die Tür verschwinden, ohne mich; war doch plötzlich ganz allein, verzweifelt  und offenbar wieder mal von meinem Rudel verlassen worden. Das passiert leider öfter – und bisher sind die Zweibeiner zum Glück immer zurück gekommen. Eine Garantie, dass das immer so ist, habe ich aber ja nicht… Und weil es bisher erst 457mal gut gegangen ist – kann ich mich doch nicht darauf verlassen, dass es auch beim 458en Mal klappt…

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