Dackel-Erkenntnis der Woche: Zweibeiner essen komische Dinge

Ich bin gewachsen – bin ja jetzt auch schon mehr als sechs Monate auf dieser Welt! Heute hatte ich ein Aha-Erlebnis, das das Potential zur DackelErkenntnis der Woche hat. Ich habe hier in meinem Rudel schnell gelernt, dass es offenbar Sinn macht, mich selbst um Abwechslung und ausreichende Menge meiner Nahrung zu kümmern. Schließlich bin ich ein junger, heranwachsender Hund (und außerdem ein Dackel!), ich habe immer Hunger (oder zumindest Appetit…). Die Mengen, die das Personal mir zuteilt, sind viel zu übersichtlich.

Erkenntnis der Woche: unaufgetaute Tiefkühlpizza und Dackelmägen vertragen sich nicht.

Manchmal muss ich mit dem Chef ins Büro. Arbeiten. Also: der Chef muss arbeiten. Ich habe dann endlich mal genug Zweibeiner um mich, von denen sich eigentlich immer jemand die Zeit nimmt und mir den Ball über den Flur wirft, ein kleines Kämpfchen mit mir ausficht oder mit mir kuschelt. Von soviel Bespaßung werde ich meist recht müde und ziehe mich in mein Körbchen zurück, in dem ich dann ausgiebige Schläfchen halten kann. Selbstverständlich nehme ich aber auch meine Pflichten im Büro ernst und zähle von Zeit zu Zeit durch, ob auch alle Kollegen da sind. Heute fand ich auf einem meiner Kontrollgänge in einem gerade leeren Büro eine einsame, seltsame Scheibe. Eigentlich roch sie nicht wirklich nach irgendwas – aber da sie definitiv heute morgen noch nicht dort lag, untersuchte ich sie näher.

Ich bin junger, immer hungriger Dackel. Also knabberte ich vorsichtig daran herum. Und je länger ich die Stückchen dieses Dings im Maul hatte, desto mehr Geschmack entwickelten sie – auch wenn sie anfangs echt kalt waren. Zauberei! Leider wurde ich (mal wieder!) vom Chef gestört, der sich, weil es so ruhig war und kein Dackel im Körbchen lag, auf die Suche nach mir gemacht hatte. Natürlich nahm er das komische, nun nicht mehr ganz so runde Ding sofort an sich. War ja klar: da finde ich mal etwas Spannendes – und schon wird es mir weggenommen… Ich war selbstverständlich beleidigt, beeilte mich aber noch, sicherheitshalber schnell die von mir gleichmäßig auf dem Boden verteilten Reste dieses Zauberdings einzusammeln.

Ich mache es kurz: sonst mögen mich im Büro eigentlich alle, aber heute schlug mir plötzlich, zumindest von einem Kollegen, eine etwas eisige Stimmung entgegen. Gut, er hatte nun kein Mittagessen mehr – aber dieses Ding, von dem ich mittlerweile weiß, dass es Pizza genannt wird, lag doch definitiv in meinem für Dackel erreichbaren Hoheitsbereich…

Und außerdem sollte der Kollege mir eigentlich dankbar sein, dass ich ihn vor dem Verzehr dieses Dings bewahrt habe: ich hatte nämlich den ganzen restlichen Tag fiese Bauchschmerzen und musste mir vom Personal den Bauch kraulen lassen.

Die (mit einem irgendwie gemein klingenden Unterton verfassten) Sprüche des Chefs zum Thema „tiefgekühlter Hefeteig ist halt nichts für Dackel“ habe ich erstens nicht verstanden und zweitens aus Gewohnheit ignoriert. Und das Ding wollte der Kollege ernsthaft essen?

Zweibeiner essen manchmal wirklich komische Dinge.

 

Von Kissen, Prinzessinnen und Erbsen

Ich habe in meinem bisher ereignisreichen, langen Leben, das jetzt immerhin schon mehr als vier Monate dauert, schon einige wichtige Dinge gelernt. Eines davon: Eine der besten Erfindungen der Zweibeiner sind: Kissen! Na gut, es gibt schon noch einiges mehr, was auch prima (und sogar lecker!) ist; aber Kissen sind definitiv in meinem persönlichen Ranking ganz weit vorne! Wer, wie ich, als Welpe immer um einen weichen Schlafplatz kämpfen musste und trotzdem selbst oft als Unterlage „missbraucht“ wurde (im Foto unten seht Ihr einen unserer gewöhnlichen Rudelgeschwister-Hundehaufen), kann dieses weiche Accessoire einer Zweibeinerunterkunft einfach noch mehr wertschätzen.  „Von Kissen, Prinzessinnen und Erbsen“ weiterlesen

Ein Dackel namens Lucy

Guten Tag! Ich bins, die Lucy! Zumindest rufen die Zweibeiner dieses Wort ganz oft – muss also irgendwas mit mir zu tun haben – denn ich bin natürlich immer im Mittelpunkt. Sie rufen aber noch ganz viele andere Worte; ich bin mir manchmal nicht ganz sicher, ob mein Name nicht vielleicht doch eher „nein“, „oh, wie süß“, „guck mal, wie sie schaut“ oder „komm“ ist…

Seit gestern ist meine Welt eine Andere. Und ich, schließlich ein schon fast drei Monate alter und selbstverständlich allwissender Dackelwelpe, war mir doch sicher, bisher schon so viel erlebt zu haben…

Auf jeden Fall bleibt mein Leben sehr, sehr spannend! So viel Aufmerksamkeit – nur und ganz allein für mich! Gut, meine große Familie fehlt mir manchmal schon ein bisschen und dann werde ich sehr nachdenklich… Was sie wohl so ohne mich machen…? Ob sie mich auch ein bisschen vermissen? Ich hoffe wirklich, dass sie auch ohne mich zurechtkommen – vor Allem der große zweibeinige Chef. „Ein Dackel namens Lucy“ weiterlesen