Nachts sind alle Dackel grau…

Seit heute genau 506 Tagen erziehe ich nun schon mein Personal (auch wenn dieses immer noch der Meinung ist, es sei umgekehrt…). Tagsüber ist es ein immerwährender kleiner Machtkampf – mit deutlicher Erfolgsquote bei mir, finde ich. Aber des nachts habe ich freie Bahn. Ein kleiner Tipp für euch Krummbein-Kollegen dort draußen: Nachts ist das Personal sehr oft einfach wehrlos. Menschliches Schlafbedürfnis setzt sämtliche (für uns Hunde unangenehme oder lästige) Regeln erfahrungsgemäß außer Kraft.

Mein kleiner, mittlerweile echt langer Nachwuchschef ist nur noch am Wochenende bei uns. Erschwert mir dessen Erziehung etwas – er bekommt dann eben in kurzer Zeit eine konzentrierte Ladung Verhaltensregeln ab – und ich eine gehörige Portion Dauerkuscheln. Zum Glück habe ich ein offenbar gutes Fundament geschaffen: ich liebe den Satz: “Aber schau, ich bin doch nicht mehr so oft hier – heute darf Lucy das mal…!”.

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Dackelohren. Lang und faszinierend

Der Chef ist heute irgendwie komisch. Er hat Fotos von der unvergessenen, vorangegangenen Motte angeschaut und dann in einem (Mottes!) Buch geblättert. Wasser lief ihm aus den Augen (ich glaube, der Chef ist undicht- aber ich wars nicht, ehrlich!) – und ich, Lucy, musste wirklich meinen ganzen Dackelcharme aufbieten, damit er wieder lachte. Gut, vielleicht war: “Schau mal, das Plüschtier kann sogar explodieren” nicht unbedingt perfekt – aber es hat gewirkt: kein Wasser mehr aus des Chefs Augen! Ich hab jetzt zwar kein Plüschtier mehr – das hat der Chef mir gemeinerweise weggenommen, gerade, wo es spannend wurde – aber hey: das Ergebnis zählt.

Wollt ihr wissen, woran der Chef denken musste? Schaut mal hier:

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Ein Dackel namens Lucy

Guten Tag! Ich bins, die Lucy! Zumindest rufen die Zweibeiner dieses Wort ganz oft – muss also irgendwas mit mir zu tun haben – denn ich bin natürlich immer im Mittelpunkt. Sie rufen aber noch ganz viele andere Worte; ich bin mir manchmal nicht ganz sicher, ob mein Name nicht vielleicht doch eher “nein”, “oh, wie süß”, “guck mal, wie sie schaut” oder “komm” ist…

Seit gestern ist meine Welt eine Andere. Und ich, schließlich ein schon fast drei Monate alter und selbstverständlich allwissender Dackelwelpe, war mir doch sicher, bisher schon so viel erlebt zu haben…

Auf jeden Fall bleibt mein Leben sehr, sehr spannend! So viel Aufmerksamkeit – nur und ganz allein für mich! Gut, meine große Familie fehlt mir manchmal schon ein bisschen und dann werde ich sehr nachdenklich… Was sie wohl so ohne mich machen…? Ob sie mich auch ein bisschen vermissen? Ich hoffe wirklich, dass sie auch ohne mich zurechtkommen – vor Allem der große zweibeinige Chef. „Ein Dackel namens Lucy“ weiterlesen