Hach, mein Schatz, du riechst so gut…

Geht es eigentlich nur mir so? Ich finde Gerüche so wichtig. Wenn es irgendwo so richtig lecker nach Essbarem riecht, bekomme ich sofort Appetit. Und wenn es nicht so gut riecht, vergeht mir derselbe.
Seit meine Kinder auf der Welt sind, habe ich an ihnen geschnüffelt – und ich finde, es gibt nichts, was mehr Muttergefühle auslöst, als der ursprüngliche, reine Geruch von etwas Geliebtem.

Auch wenn  das beschnüffelte Objekt das manchmal doch etwas anders sieht.

Mit zunehmendem Alter der Kinder wird es schwieriger: „Boah, Mama, geh doch mal was weg. Respektier meine Ich-Zone.“ Schwer für eine Mutter.

Zum Glück darf ich beim Hund weiterhin schnüffeln.

Denn auch beim Dackel funktioniert das. Kein Hund der Welt riecht so – und so gut wie meine Motte.

Ich habe irgendwo mal gelesen, dass Mütter ihre Kinder am Geruch erkennen können. Am stärksten sei der kindstypische Geruch hinter den Ohren. Ob das wirklich stimmt, weiß ich nicht – ich habe meine Kids bisher immer auch ohne Geruchsprobe erkannt.

Aber ich bin mir ganz sicher, dass der individuell typische Geruch eines Individuums zum „like“ oder „dislike“ nicht nur beiträgt, sondern einen ganz erheblichen Einfluss hat.

Ich kenne Menschen, die mir wegen ihres verströmten Dufts zunächst sehr sympathisch waren. Nachdem ich feststellte, dass dies allerdings an After-Shaves oder Parfums lag, wurden diese Menschen allerdings (mehr oder weniger schnell) uninteressant.

Nun, der Dackel benutzt kein Duftwässerchen (und wenn doch, dann bevorzugt Motte Düfte, die meiner Nase eher nicht so schmeicheln: Fuchskacke finde ich, im Gegensatz zum Hund, aus rein olfaktorischen Gründen persönlich eher abstoßend).

Dennoch finde ich, dass mein Hund einen ganz eigenen Duft hat. Wenn ich meine Nase in das weiche Dackelfell (interessanterweise rieche ich auch beim Hund am liebsten direkt hinter den langen Lauschern) vergrabe, weiß ich, dass ich hier den Duft eines Wesens aufnehme, das mich uneingeschränkt liebt.  Und wenn wir schwimmen waren, ist es auch eher nebensächlich, dass ich „nassen Hund“ nicht riechen mag. Denn auch, wenn es mein Hund ist, der dann stinkt… : ein nasser Hund stinkt. Finde ich. Manche mehr, manche weniger. Aber Stinke ist Stinke.
Hat aber eben nichts mit dem urtypischen Hundegeruch zu tun.

Ich liebe es, meine Nase in dem weichen (trockenen) Fell zu vergraben. Und der Dackel lehnt es nicht ab…(egal, ob das Fell gerade trocken oder nass ist).

Bestätigt meine Theorie, dass der Dackel mein drittes Kind ist. Ich könnte also doch alle meine Kinder am Geruch erkennen – bestätigt meine Theorie, dass unser Dackel vollwertig zur Familie gehört.

Ich gehe jetzt noch ein wenig mit meiner Motte kuscheln – und schnüffel vielleicht noch ein wenig an ihr.

 

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