Dackel mit Handicap on Tour: Erlebnispfad in Nettersheim/Eifel

Ausflüge mit einem Dackel mit Handicap waren bisher immer schwierig. Mit dem Rolli ist Motte zwar mobil und flitzt temperamentvoll durch die Gegend, dennoch bin zumindest ich der Meinung, dass längere Spaziergänge nicht gut für ihren Rücken sind (ich merke es ihr dann meist abends oder am nächsten Tag an, wenn es eigentlich zu viel war). Dackel sind schmerzresistent – der Hund meldet sich erst, wenn es wirklich nicht mehr geht.

Familienausflüge ohne Motte sind aber eben keine richtigen Familienausflüge – wir sind ja dann nicht komplett.

Also haben wir den Dackel-Fuhrpark erweitert und einen Hunde-Buggy angeschafft.

Hatte nebenbei zur Folge, dass ich nach einigen Probe-Spaziergängen im heimischen Revier, bei denen ich eben Buggy-schiebend gesehen wurde, lustige Nachrichten bekam: „Du schiebst (wieder) einen Kinderwagen?!? Gibt es da was Neues bei dir?!?“

Gut, die Idee, einen Hund spazieren zu fahren, ist vielleicht für „normale“ Menschen eher ungewöhnlich – aber wir sind eben besonders. „Normalität“ liegt im Auge des Betrachters.

Unser Familienausflug führte uns in die wunderschöne Eifel, auf den Erlebnispfad nach Nettersheim. Eine Strecke von ca. 5 km über gut ausgebaute Wege („rollitauglich“) mit vielen Stationen: eine römische Kalkbrennerei, ein Abenteuerspielplatz, ein Feld, auf dem Fossilien zu finden sind und noch einiges mehr.

Das alles eingebettet in einer beeindruckenden Landschaft. Ein Teil der Strecke führt neben der Urft her, mit vielen Wässerungsmöglichkeiten auch für Hunde mit Rolli.

Wir haben mit den vielen Stopps an interessanten Stellen für die Strecke gut zwei Stunden gebraucht – der Dackel durfte zwischendurch (an der einzigen, zwar moderaten, aber langen) Steigung ein Päuschen im Buggy einlegen und lief danach wieder frisch vorneweg.

 

Auf dem Fossilien-Acker suchten die Kids nach versteinerten Korallen. Zumindest die Kinder fanden auch welche, der Dackel suchte ausgiebig nach anderen, hoffentlich noch nicht versteinerten Schätzen.
Die Eifel war vor langer Zeit mal von einem Meer bedeckt. Dieser Acker befindet sich auf einer Anhöhe: ich war doch recht überrascht!

Beim anschließenden Besuch in der örtlichen Eisdiele war Motte der Hingucker – was sie (wie immer…) sichtlich genoss.

Ein schöner Ausflug, ein toller, erlebnisreicher Tag für alle! Ab sofort sind wir auf unseren Ausflügen wieder komplett und mit Motte unterwegs – dank unseres Buggys!

Ganz kurz meine Erfahrungen mit diesem Modell:
nicht zu kleine Räder, vorne gefedert, gutes Fahrverhalten (auch auf eher unebenem Terrain konnte ich ihn mit einer Hand manövrieren), einfach zusammenzuklappen, einige Gimmicks wie ein Insektenschutznetz oder die zu öffnende Klappe vorne (für freien Hunde-Blick – auch im Liegen), unten Korb für wichtigen Kram (Wasserflasche, Leine, Kinderjacken, gefundene Fossilien..): passt.

Einziger eventueller Nachteil: der Griff ist nicht höhenverstellbar. Für mich nicht weiter wichtig, denn für meine Länge passt er, und auch der Sohn mit 1,80 m hat den Buggy stolz geschoben.

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